Der ePF Pulse ist eigentlich ein echtes Sahnestück – super Federung, ordentlich Dampf. Aber wenn's dann mal 'Pffft' macht und die Luft raus ist, fängt das Fluchen an. Die Tubeless-Reifen beim Pulse sitzen nämlich verdammt stramm auf der Felge. Wir in der Werkstatt in Ludwigsburg erleben es fast täglich: Leute kommen mit zerkratzten Felgen und wunden Fingern zu uns, weil sie das Ding unterschätzt haben.
Aber keine Panik, wir gehen das jetzt gemeinsam durch. Mit ein bisschen Geduld (und dem richtigen Hebel) kriegst du das hin. Und falls du merkst, dass du doch keine Lust auf den Kampf hast: Schick uns das Rad einfach bequem per Post zu.
1. Rad ausbauen: Pass auf die Kabel auf!
Zuerst müssen die Kunststoffabdeckungen runter. Die Schrauben verstecken sich oft hinter den Reflektoren – also vorsichtig abknubbeln. Wenn du das Hinterrad (Motor) ausbaust, musst du das Motorkabel lösen.
Unser Profi-Tipp: Mach vorher ein Foto von der Kabelführung! Es gibt nichts Nervigeres, als wenn das Kabel beim Zusammenbau später am Reifen schleift. Wenn das Rad draußen ist, check auch gleich mal, ob die Bremsen noch gut sind – jetzt kommst du ja perfekt dran.
Der absolute Gamechanger: Wärme!
Versuch niemals, einen eiskalten Reifen aufzuziehen. Das Gummi vom Pulse ist ziemlich zäh. Leg den neuen Reifen für 20 Minuten auf die Heizung oder bearbeite ihn vorsichtig mit einem Föhn. Ein warmer Reifen ist elastischer und rutscht viel williger über das Felgenhorn. Ohne Wärme wird's zur Tortur, eigentlich unmöglich.
2. Den alten Reifen bändigen
Luft komplett raus! Jetzt kommt der Teil, bei dem die meisten scheitern: Den Reifenwulst vom Felgenhorn drücken. Der 'klebt' da oft richtig fest. Wir nutzen in der Werkstatt eine Abdrückvorrichtung, aber du kannst vorsichtig mit einer Schraubzwinge arbeiten, um den Reifen zusammenzudrücken, bis er in die Mitte der Felge (das Tiefbett) rutscht.
Erst wenn der Reifen im Tiefbett liegt, hast du genug Spielraum, um auf der gegenüberliegenden Seite mit den Montierhebeln anzusetzen. Nimm bitte Metall-Hebel, die Plastikdinger vom Fahrrad brechen beim Pulse sofort ab.
DIY-Check: Lohnt sich der Stress?
Vorteile
- ✓Geld gespart (ca. 40-60€ Montage)
- ✓Du kennst deinen Scooter danach in- und auswendig
- ✓Sofortige Erledigung ohne Wartezeit
Nachteile
- ✗Hohes Risiko für Felgenkratzer
- ✗Man braucht meistens einen Kompressor (Pumpe reicht nicht)
- ✗Es ist eine echte Knochenarbeit
3. Montage & das erlösende 'Plopp'
Die Felge muss sauber sein! Schmier den Reifenwulst ordentlich mit Montagepaste oder Spüli ein. Dann den warmen Reifen Stück für Stück drüberhebeln. Achte auf die Laufrichtung (Pfeil auf der Flanke)!
Wenn er drauf ist, kommt der Endgegner: Das Aufpumpen. Mit einer Handpumpe wird das beim Pulse meistens nichts, weil die Luft schneller entweicht, als du pumpen kannst. Du brauchst einen kräftigen Luftstoß (Kompressor), damit der Reifen gegen die Flanken gedrückt wird und mit einem lauten 'Plopp' einrastet. Danach unbedingt den Reifendruck checken, damit der neue Reifen lange hält.
Was wir oft sehen: Leute vergessen die Unterlegscheiben oder bauen sie falsch herum ein. Achte genau darauf, wie sie gesichert waren, sonst wackelt der Motor später.
Kein Bock auf den Kampf?
Wir machen das täglich. Schick uns dein Pulse-Rad einfach zu und wir erledigen den Reifenwechsel professionell, ohne Kratzer und innerhalb von 24h.
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